HYROX New York 2026: Ergebnisse und Podien
Vom 28. Mai bis zum 7. Juni 2026 war Pier 76 im Hudson River Park Schauplatz eines der größten HYROX-Events der Saison: 17.765 Athleten, 10 Renntage, Manhattans Skyline im Hintergrund – und ein Sturm, der am Samstagnachmittag für Absagen sorgte. Dylan Scott sicherte sich den Men's Pro-Titel in 55:44, Rachael Wade gewann die Women's Pro in 1:00:23.
Key Takeaways
- Dylan Scott gewinnt die Men's Pro in 55:44 vor Stephen Pelkofer (57:00) und Greyson Kilgore (57:03)
- Rachael Wade dominiert die Women's Pro in 1:00:23 – fast 5 Minuten vor dem restlichen Feld
- Das französische Duo Benjamin Amsallem und Clement Puaud Canard gewinnt die Men's Pro Doubles in 52:56
- Lauren Griffith und Sydney Wells holen die Women's Pro Doubles in 57:36
- Die Nachmittagswellen am Samstag, dem 6. Juni, wurden wegen eines aufziehenden Sturms abgesagt; betroffene Athleten erhalten Gutscheine
Zehn Renntage am Hudson
HYROX New York war kein Wochenendevent. Die Organisation verteilte die Wettkämpfe auf volle 10 Tage, um das schiere Volumen der angemeldeten Athleten ohne überfüllte Wellen bewältigen zu können. Pier 76 ist eine beeindruckende Outdoor-Location – aber das bedeutet auch: echtes Wetter, kein klimatisiertes Hallendach als Puffer.
Das bekamen alle am Samstag, dem 6. Juni, zu spüren. Am Nachmittag zog ein Sturm über den Hudson, und HYROX entschied sich aus Sicherheitsgründen, alle Nachmittags- und Abendwellen abzusagen. Athleten, die monatelang trainiert und eigens für diesen Slot nach New York gereist waren, erhielten Gutscheine für zukünftige Events. Enttäuschend? Ohne Frage. Aber die richtige Entscheidung.
Men's Pro: Dylan Scott von Anfang bis Ende vorne
Dylan Scott überquerte die Ziellinie in 55:44 – ein souveräner, kontrollierter Sieg in der Pro Men. Stephen Pelkofer kam auf Platz zwei in 57:00, Greyson Kilgore belegte drei Sekunden später in 57:03 den dritten Rang. Dieser Abstand zwischen Platz zwei und drei nach über 57 Minuten Rennen zeigt, wie eng das amerikanische Pro-Feld in dieser Saison zusammengerückt ist.
Scotts Stärke liegt in den Übergängen vom Laufen zum Sled. Während die meisten Athleten zwischen dem 1-km-Lauf und dem Sled Push 20 bis 30 Sekunden verlieren, um ihre Atmung zu regulieren, bricht Scott kaum den Schritt. Seine Stationen sind stark – aber das Bindeglied zwischen ihnen ist das, was ihn vom Rest des Feldes trennt. Wer seine eigenen Pacing-Taktiken an jeder Station gezielt verbessern will, findet darin den größten Hebel.
Women's Pro: Rachael Wade läuft allein
Rachael Wade ließ dem Feld keine Chance. Ihre 1:00:23 bedeutete fast fünf Minuten Vorsprung auf Morgan Schulz (1:05:01), die sich um eine einzelne Sekunde vor Willow Collins (1:05:06) den zweiten Platz sicherte. Ein echter Zweikampf um die Plätze zwei und drei – beide Athletinnen haben bis zum Schluss alles gegeben.
Eine Zeit unter 1:01 bei wechselndem Wind im Freien ist eine starke Leistung. Outdoor-HYROX bringt subtile Variablen mit sich: mehr Reibung beim Sled und ein anderes Absprungverhalten beim Wall Ball als auf dem gummierten Hallenboden. Wade hat diese Bedingungen an allen 8 Stationen konstant gemeistert.
Pro Doubles: Französisches Duo Amsallem und Puaud Canard macht den Unterschied
Das herausragende Ergebnis des gesamten Events war der Sieg von Benjamin Amsallem und Clement Puaud Canard in der Men's Pro Doubles. Die beiden Franzosen finishten in 52:56. Doubles-Racing ist ein Strategiespiel. Man entscheidet in Echtzeit, wer welche Station übernimmt, wie lange der Partner bis zum nächsten Wechsel erholt, und wie man verhindert, dass beide Athleten zur falschen Zeit ins Rote geraten. Amsallem und Puaud Canard haben diesen Plan auf Pier 76 besser umgesetzt als jedes andere Team.
In der Women's Pro Doubles gewannen Lauren Griffith und Sydney Wells in 57:36. Wer selbst ins Doubles-Format einsteigen will, sollte sich vorher damit beschäftigen, den richtigen Doubles-Partner zu wählen.
Was diese Ergebnisse für Stockholm bedeuten
New York ist einer der letzten großen nordamerikanischen Stopps vor den World Championships in Stockholm, die am 18. Juni beginnen. Zwischen den letzten New Yorker Wellen und dem Auftakt der Elite 15 in Schweden liegen nur vier Tage. Wer in New York gestartet ist, managt seinen Taper jetzt unter Realbedingungen.
Scotts 55:44 unter Outdoor-Bedingungen ist ein gutes Zeichen für die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Athleten bei der WM. Alexander Roncevics Weltrekord von 51:59 ist damit nicht in Gefahr – aber das Ergebnis bestätigt, dass ein tiefes und starkes Pro-Feld nach Stockholm reist.
Praktische Takeaways
- Wer HYROX im Freien bestreitet, sollte mindestens einmal im Monat draußen trainieren. Sled-Reibung und Wall-Ball-Abprall verhalten sich auf Outdoor-Untergründen anders als auf Hallengummiböden.
- Transitions entscheiden Pro-Rennen. Wer den Übergang vom Laufen zur Station nicht gezielt in Renngeschwindigkeit trainiert, lässt Zeit liegen.
- Doubles ist das taktisch anspruchsvollste HYROX-Format. Wer Wettkampfluft schnuppern will, ohne den kompletten Druck alleine zu tragen, sollte mit Doubles anfangen.
- Bei Outdoor-HYROX-Events sollte man immer einen Plan B haben. Die Absagen in New York sind eine Erinnerung: Reiseversicherung und flexible Unterkunft sind keine Paranoia, sondern Vorbereitung.
Quellen: Keedia HYROX New York 2026 Full Results , Rox Updates , HYRESULT , Rox Lyfe , This Rox Life