Running

MDS Crazy Loops: Das Ultra-Format ohne Rangliste 2026

MDS Crazy Loops lässt dich zwischen 3 und 12 Stunden wählen. Ohne Rangliste, ohne Druck. Das neue Ultra-Format für alle.

Four runners of varying ages and body types run together on a desert trail loop in golden afternoon light.

Ein Ultra-Format, das die Regeln neu schreibt

Der Marathon des Sables gehört zu den härtesten Wüstenrennen der Welt. Doch mit dem MDS Crazy Loops wagt das Team dahinter etwas radikal anderes. Kein fixes Pflichtpensum, keine Gesamtwertung, kein Druck, eine bestimmte Distanz in einer bestimmten Zeit zu absolvieren. Stattdessen wählst du selbst, wie lange du läufst. Drei, sechs, neun oder zwölf Stunden.

Das klingt auf den ersten Blick simpel. Tatsächlich steckt dahinter ein grundlegend anderes Verständnis davon, was ein Ultramarathon sein kann und für wen er gedacht ist. Denn bisher richten sich die meisten Ultra-Formate an Läuferinnen und Läufer, die bereits wissen, was sie können. Der MDS Crazy Loops richtet sich an alle anderen auch.

Das Konzept funktioniert nach dem Prinzip des Timed Runs: Du läufst auf einem definierten Rundkurs in alpiner Umgebung und absolvierst so viele Schleifen wie du möchtest oder schaffst. Wer nach drei Stunden aufhört, ist genauso angekommen wie jemand, der zwölf Stunden durchzieht. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Nur dein eigenes Tempo und dein eigenes Ziel.

Keine Wertung. Wirklich keine.

Der vielleicht radikalste Aspekt des Formats ist das vollständige Fehlen einer aufgezwungenen Rangliste. Es gibt keine Platzierungen, keine Podiumssieger, keine öffentliche Ergebnisliste, die dich mit anderen vergleicht. Das ist kein kleines Detail. Es verändert die gesamte Dynamik, bevor du auch nur einen Schritt gemacht hast.

Wer schon einmal an einem klassischen Ultramarathon teilgenommen hat, kennt das Gefühl. Die Liste der Gestarteten, die in Echtzeit aktualisierte Zeitnahme, der Blick auf die eigene Position im Feld. Das motiviert viele. Andere schreckt es ab. Besonders Einsteigerinnen und Einsteiger, ältere Läufer oder Menschen, die nach einem langen Verletzungsweg zurückkommen, stellen sich die Frage: Was mache ich hier eigentlich, wenn ich als Letzter oder Letzte ankomme?

Beim MDS Crazy Loops stellt sich diese Frage nicht. Die Veranstalter gehen davon aus, dass persönliche Leistung keinen Vergleich braucht, um bedeutsam zu sein. Wer zwölf Stunden in den Alpen unterwegs ist und dabei Höhenmeter sammelt, hat eine Geschichte zu erzählen. Unabhängig davon, wie weit jemand anderes in dieser Zeit gelaufen ist.

Fünf neue alpine Destinationen im Sommer 2026

Nach mehreren erfolgreichen Ausgaben im Jahr 2025 baut das MDS Crazy Loops sein Programm deutlich aus. Für den Sommer 2026 sind fünf neue alpine Destinationen geplant. Die genauen Standorte werden schrittweise bekanntgegeben, fest steht aber das Grundprinzip: jede Location bietet ein dreitägiges Erlebnis, das weit über das reine Laufen hinausgeht.

Das bedeutet in der Praxis: Anreise und Akklimatisation am ersten Tag, das eigentliche Lauferlebnis am zweiten und ein gemeinsamer Abschluss mit den anderen Teilnehmenden am dritten. Dieses Format schafft Raum für etwas, das bei klassischen Rennen oft auf der Strecke bleibt. Gemeinschaft. Gespräche. Das Gefühl, gemeinsam etwas erlebt zu haben.

Die Wahl alpiner Schauplätze ist kein Zufall. Berge funktionieren als natürliches Equalizer. Technisches Gelände, Höhenluft und unvorhersehbares Wetter sorgen dafür, dass selbst erfahrene Läuferinnen und Läufer nicht einfach ihr Flachlandtempo abrufen können. Das Terrain macht alle ein Stück weit gleich. Genau das passt zum Geist des Formats.

Participation-First: Der Lauftrend, der 2026 alles veraendert

Der MDS Crazy Loops ist kein Einzelfall. Er steht stellvertretend für eine Bewegung, die sich im Laufsport seit einigen Jahren aufbaut und 2026 deutlich an Fahrt gewinnt. Der Begriff dafür lautet Participation-First Race Design. Gemeint ist die bewusste Entscheidung von Veranstaltern, Wettkampfformate so zu gestalten, dass Teilnahme und persönliches Erleben Vorrang haben vor Zeiten, Podiumsplätzen und Qualifikationshürden.

Das klingt weich. Ist es aber nicht. Denn dahinter steckt eine klare Erkenntnis: Der Markt für klassische Eliterennen ist gesättigt. Die Wachstumspotenziale liegen bei den Menschen, die bisher nicht mitgemacht haben. Erstläufer. Menschen über 50. Läuferinnen, die nach einer Schwangerschaft oder Verletzung zurückkehren. Menschen, die keine Sekunde damit verbringen wollen, sich mit anderen zu vergleichen. Diese Zielgruppen sind riesig. Und sie werden bisher von kaum einem Ultraformat wirklich abgeholt.

Konkret zeigt sich der Trend an mehreren Punkten:

  • Flexible Distanzen statt fixer Streckenlängen ermöglichen es, den eigenen Körper als Maßstab zu nehmen.
  • Community-Events rund um das Rennen ersetzen den reinen Wettkampfcharakter durch ein gemeinsames Erlebnis.
  • Transparente Kommunikation über das, was Teilnehmende erwartet, baut Hemmschwellen ab.
  • Kein Zeitlimit-Druck bedeutet, dass das Finisher-Gefühl für alle zugänglich wird, nicht nur für die Schnellen.

Was den MDS Crazy Loops dabei besonders macht, ist die Glaubwürdigkeit des Namens dahinter. Der Marathon des Sables steht seit Jahrzehnten für extremes Terrain und kompromissloses Abenteuer. Wenn dieses Label sagt: hier geht es nicht um Platzierungen, dann hat das Gewicht. Es ist kein Marketing-Trick für eine neue Zielgruppe. Es ist eine echte Neuausrichtung dessen, was Ultralaufen bedeuten kann.

Für dich als Läuferin oder Läufer bedeutet das eine sehr konkrete Frage: Was willst du eigentlich aus einem Rennen mitnehmen? Einen Platz in einer Ergebnisliste. Oder die Erinnerung an zwölf Stunden in den Alpen, in denen du mehr über dich gelernt hast als in jedem anderen Training für mehr Laufleistung zuvor. Beim MDS Crazy Loops musst du dich nicht einmal zwischen beiden Optionen entscheiden. Du wählst einfach, wie lange du läufst.