Running

Trail und Ultra: Ergebnisse der Woche vom 25. Mai 2026

Ein Wochenende voller Trail- und Ultrarennen: von Sugar Badger über Pineland Farms bis zum Skyrace Gorges Du Tarn. Plus: BolderBoulder steht vor der Tür.

A lone trail runner crests a rocky ridgeline with arms raised, set against an expansive golden-hour mountain landscape.

Ein Wochenende voller Trailrennen – von den Rocky Mountains bis nach Europa

Das Wochenende rund um den 25. Mai 2026 hat wieder einmal gezeigt, wie lebendig die internationale Trail- und Ultraszene gerade ist. Ob kurze Bergsprint-Formate oder kräftezehrende 50-Meilen-Distanzen. Die Ergebnisse kamen aus allen Richtungen und sorgten für reichlich Gesprächsstoff in der Community.

Besonders stark war das nordamerikanische Programm diesmal aufgestellt. Gleich mehrere Rennen fanden parallel statt, was die Tiefe des aktuellen Feldes gut sichtbar macht. Wer in den nächsten Wochen an Qualifikationsrennen denkt, sollte sich die Zeiten dieser Tage genau anschauen.

Gleichzeitig lieferte Europa mit dem Skyrace Gorges Du Tarn einen eigenen Höhepunkt. Das Rennen gehört zu den technisch anspruchsvollsten des Skyrunning-Kalenders und hat dieses Jahr erneut bewiesen, warum es in der Szene so hohes Ansehen genießt.

Sugar Badger, Leavenworth und May Madness – starke Ergebnisse aus Nordamerika

Das Sugar Badger 50-50 zog wieder ein starkes Starterfeld an und lieferte auf beiden Distanzen. die 50-Meilen- und die 50-Kilometer-Strecke. kompetitive Zeiten. Das Rennen ist bekannt für seinen Mix aus technischem Singletrail und rollenden Wiesenpassagen, was es zu einem fairen, aber fordernden Test macht. Die Siegerinnen und Sieger setzten sich früh ab und kontrollierten das Rennen souverän bis ins Ziel.

Beim Leavenworth Trail Fest im Bundesstaat Washington standen Läuferinnen und Läufer vor einem anderen Charakter. Steilere Anstiege, felsigerer Untergrund und ein Höhenprofil, das keine Schwäche verzeiht. Das Festival-Format spricht dabei bewusst breitere Zielgruppen an. von erfahrenen Ultraläufern bis zu ambitionierten Einsteigern, die ihre ersten größeren Trailrennen angehen.

Das May Madness 50k rundete das nordamerikanische Programm ab. Die Strecke ist schneller als die anderen beiden und zog entsprechend Läuferinnen und Läufer an, die auf eine solide Zeit abzielten. Die Ergebnisse zeigen: Das Niveau im Feld ist in diesem Jahr spürbar gestiegen. Wer in die Top 10 wollte, musste auch in den späten Kilometern noch liefern.

Pineland Farms, Drummer Hill und ein voller Inlandskalender

Das Pineland Farms Trail Festival in Maine gehört zu den Rennen, die man kennen muss, wenn man den Nordostens der USA verfolgt. Die Veranstaltung bietet mehrere Distanzen und zieht jedes Jahr eine treue Stammgemeinde an. dieses Mal war das Feld besonders stark. Die Kombination aus gut gepflegten Farmtrails und anspruchsvollen Waldpassagen macht Pineland Farms zu einem der beliebtesten Frühjahrsrennen der Region.

Die Drummer Hill Trail Races ergänzten das Wochenende auf dem Inlandskalender. Das Format ist kompakter, die Atmosphäre dafür familiärer. Trotzdem zeigen die Zeiten, dass auch hier niemand mit halber Kraft antritt. Solche Rennen sind oft wichtige Testwettkämpfe vor größeren Saisonzielen im Sommer.

Was dieses Wochenende insgesamt deutlich macht: Der nordamerikanische Trailkalender im späten Mai ist mittlerweile so dicht besetzt, dass selbst gestandene Athletinnen und Athleten abwägen müssen, welches Rennen für ihre Saisonplanung am sinnvollsten ist. Das ist eine gute Entwicklung für die Breite des Trail-Running-Sports. auch wenn es die Felder auf einzelne Events manchmal aufteilt.

Skyrace Gorges Du Tarn und der Blick nach Europa

Auf der anderen Seite des Atlantiks stand das Skyrace Gorges Du Tarn im Mittelpunkt. Das Rennen führt durch die spektakulären Schluchten des Tarn-Flusses im Süden Frankreichs und kombiniert technische Kletterpassagen mit langen, exponierten Graten. Wer hier vorne mitmacht, muss nicht nur laufen können. sondern auch mit alpinem Terrain umgehen können.

Die Ergebnisse aus dem Tarn sind für die Skyrunning-Wertung des Jahres 2026 durchaus relevant. Punkte aus diesem Rennen fließen in die europäischen Serienstandings ein, und die Leistungen der Top-Platzierten dürften bei den Verantwortlichen der Skyrunner World Series aufmerksam registriert worden sein. Einige Namen, die hier stark aufgetreten sind, tauchen auch in den Startlisten der nächsten europäischen Läufe auf.

Skyrunning wächst als Format weiter. Das Gorges Du Tarn zeigt, warum. Die Mischung aus natürlicher Kulisse, hohem technischen Anspruch und internationalem Starterfeld macht solche Rennen zu mehr als nur einem weiteren Eintrag im Kalender. Sie sind Gradmesser für den Formstand der besten Bergsportlerinnen und Bergsportler Europas – ähnlich wie die Transvulcania 2026, wo gleich zwei Streckenrekorde fielen.

BolderBoulder am Horizont – auch die Straße hat ihren Moment

Während die Trailszene dieses Wochenende dominierte, rückt mit dem BolderBoulder 10k schon das nächste große Highlight näher. Das Traditionsrennen in Boulder, Colorado, ist eines der größten 10-Kilometer-Rennen der USA und zieht jedes Jahr ein breites Feld aus ambitionierten Hobbyläufern und internationalen Eliteathleten an.

Das BolderBoulder läuft immer am Memorial Day und ist damit ein fester Punkt im amerikanischen Laufkalender. Die Route durch die Innenstadt von Boulder, der Zieleinlauf im Stadion der University of Colorado und die besondere Atmosphäre machen es zu einem Erlebnis, das sich von einem normalen Stadtlauf deutlich abhebt.

Für viele Läuferinnen und Läufer ist dieses Rennen ein Kontrapunkt zur Trailsaison. ein Moment, um die Beine auf festem Untergrund schnell zu bewegen und die eigene Pace-Entwicklung zu überprüfen. Wer im Sommer auf langen Trailrennen unterwegs sein will, kann sich hier einen wertvollen Leistungsindikator holen. Der BolderBoulder verbindet Breitensport und Elitewettkampf auf eine Art, die selten ist. und genau das macht ihn so langlebig.