Starkes Quartal, starke Schuhe: adidas legt los
adidas hat das erste Quartal 2026 mit beeindruckenden Zahlen abgeschlossen. Der Konzern verzeichnete ein deutliches Umsatzwachstum, das intern vor allem auf die Performance-Kategorien zurückgeführt wird. Und ganz vorn dabei: Running.
Der Treiber hinter diesem Momentum ist nicht schwer zu finden. Als Sebastian Sawe im April 2025 beim London Marathon die Zwei-Stunden-Marke knackte und damit Geschichte schrieb, trug er Adizero am Fuß. Dieser Moment hat sich ins kollektive Gedächtnis der Laufwelt gebrannt. Und adidas hat die Welle seither konsequent geritten.
Was auf der Strecke passiert, landet schnell in den Verkaufszahlen. Die Adizero-Linie hat im Q1 2026 sowohl im Rennsegment als auch im breiteren Markt deutlich zugelegt. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klar aufgestellten Produktstrategie, die Performance und Alltagstauglichkeit miteinander verbindet.
Die Adizero-Franchise: Halo-Effekt auf dem Asphalt
Die Adizero-Familie ist längst mehr als ein Wettkampfschuh. Mit Modellen wie dem Adizero Adios Pro 4 an der Spitze und dem Adizero SL als zugänglichem Einstieg hat adidas eine Produktarchitektur aufgebaut, die für jeden Lauftyp etwas bereithält. Der Halo-Effekt funktioniert dabei in beide Richtungen.
Wer Sawe mit dem Adizero am Fuß über die Ziellinie laufen sieht, will ein Stück dieser Performance. Viele greifen dann zum Adizero SL oder Boston 12, weil sie technisch überzeugend sind und gleichzeitig erschwinglich bleiben. Der SL etwa liegt bei rund 120 bis 140 Euro und bietet für diesen Preis eine Dämpfung, die vor zwei Jahren noch teuren Schuhen vorbehalten war.
Der Boston 12 hat sich dabei als Geheimtipp für ambitionierte Alltagsläufer etabliert. Er sitzt zwischen Trainingsschuh und Rennschuh, ist mit Lightstrike Pro ausgestattet und eignet sich hervorragend für Tempoläufe oder schnelle Long Runs. Genau diese Mischung aus Zugkraft an der Spitze und solider Breite in der Mitte macht die Adizero-Linie so stark.
Was starke Quartalszahlen für dich als Läufer bedeuten
Wenn ein Sportartikelhersteller ein Quartal mit starken Margen abschließt, fließt mehr Geld in Forschung und Entwicklung. Das klingt erst einmal abstrakt. Für Läufer bedeutet es aber ganz konkret: bessere Schuhe in kürzerer Zeit.
adidas hat bereits signalisiert, dass 2026 ein sehr aktives Produktjahr für die Laufsparte wird. Mehrere neue Colorways und Updates bestehender Modelle sind angekündigt, und brancheninterne Quellen deuten darauf hin, dass auch ein Nachfolger des Adios Pro 4 früher kommen könnte als ursprünglich geplant. Der Wettbewerb mit Nike und deren Vaporfly-Linie ist ungebrochen intensiv. Und das ist gut für dich.
Mehr Budget für R&D bedeutet außerdem Experimente mit neuen Materialtechnologien. adidas arbeitet intern weiter an der Weiterentwicklung von Lightstrike Pro und an verbesserten Carbon-Platten-Konfigurationen. Ob das 2026 noch in einem komplett neuen Flaggschiffmodell landet, ist offen. Aber die Richtung ist klar.
Alltagsschuhe profitieren mit
Nicht jeder lauft Marathons oder macht Tempoläufe. Und trotzdem kommt die adidas-Dynamik auch bei dir an, wenn du einfach drei Mal pro Woche locker durch den Park joggst. Die Technologien, die in Wettkampfschuhen entwickelt werden, sickern nach unten durch, und das passiert bei adidas gerade in einem hohen Tempo.
Der Supernova Rise 2 ist ein gutes Beispiel. Gedacht als Alltagstrainer für breitere Zielgruppen, bietet er eine Dämpfung, die sich deutlich nach mehr anfühlt als sein Preisschild vermuten lässt. Gleiches gilt für den Duramo SL 2, der bei rund 70 Euro liegt und als Einstiegsschuh eine Laufökonomie liefert, die vor einigen Jahren undenkbar gewesen wäre.
Der Boom im Performance-Segment erzeugt also echten Mehrwert durch die gesamte Produktlinie. adidas kann es sich leisten, in Materialien und Fertigungsprozesse zu investieren, weil die oberen Segmente die Marge bringen. Das kommt letztlich auch dem Schuh zugute, den du jeden Morgen schnürst.
Worauf du 2026 achten solltest
Die zweite Jahreshälfte 2026 dürfte spannend werden. adidas hat mehrere Launch-Fenster angekündigt, und in der Community kursieren bereits erste Leaks zu neuen Adizero-Modellen. Wer einen Schuhkauf plant, sollte die Augen offen halten, denn der Markt bewegt sich schnell.
Konkret lohnt es sich, folgende Punkte im Blick zu behalten:
- Adizero Adios Pro 5: Ein möglicher Release im Herbst 2026 wird in Laufkreisen bereits diskutiert. Wenn das Gerät hält, was die Gerüchte versprechen, dürfte er wieder ein Maßstab im Supershoe-Segment setzen.
- Boston 13: Das Update zum beliebten Trainingsschuh soll eine überarbeitete Obere und eine leicht angepasste Plattform mitbringen. Für Tempoeinheiten und Wettkampfvorbereitung weiterhin eine erste Wahl.
- Neue Colorways Adizero SL: Wer keinen Wettkampfschuh braucht, aber dennoch von der Adizero-Technologie profitieren will, findet im SL eine der besten Optionen unter 150 Euro.
- Women-First Launches: adidas hat angekündigt, mehr Modelle 2026 zuerst in Damengrößen zu launchen. Das ist ein Signal, das Aufmerksamkeit verdient.
Das Wichtigste bleibt: Starke Quartalszahlen sind nicht nur eine Meldung für Investoren. Sie sind ein Versprechen an alle, die laufen. Ein Versprechen, dass mehr kommt. Bessere Schuhe, schnellere Updates, mehr Auswahl. Und das ist eine Nachricht, die sich anfühlt wie ein guter Long Run. Du weißt, dass noch mehr geht.