Running

Ultra und Trail: Die besten Ergebnisse des Wochenendes

Die größten Ultra- und Trailrunning-Ergebnisse vom 23. August-Wochenende: Streckenrekorde, Siegerfeiern und Community-Momente aus aller Welt.

A lone trail runner cresting a misty ridgeline surrounded by pine forest and rolling hills in golden morning light.

Das Wochenende im Überblick: Die größten Rennen vom 23. August

Dieses Wochenende war vollgepackt mit spektakulären Leistungen aus der Welt des Ultra- und Trailrunnings. Von den Alpen bis nach Nordamerika lieferten Athletinnen und Athleten Ergebnisse, die in der breiten Laufszene kaum jemand mitbekommt. Genau deshalb gibt es diesen Weekly Recap.

Der Rahmen für mehr Datentransparenz wächst dabei spürbar. Die in diesem Jahr angekündigte Partnerschaft zwischen RacePace und ITRA macht Rennergebnisse für Fans zugänglicher als je zuvor. Punktestände, Streckenprofile und Live-Splits landen jetzt schneller in der Community. Das ändert, wie du Wochenendergebnisse verfolgst.

Hier sind die Highlights, die du kennen solltest. Kein Mainstream-Filter, keine verkürzten Berichte. Nur das, was wirklich passiert ist.

Streckenrekorde und Podium-Überraschungen aus Europa

Beim Grossglockner Ultra-Trail in Österreich lieferte die Eliteklasse ein Rennen, das selbst erfahrene Zuschauer überrascht hat. Der Schweizer Athlet Dominik Strasser durchbrach in der 110-km-Distanz die bisherige Streckenbestzeit und unterbot das alte Rekord um fast 18 Minuten. Bedingungen waren anspruchsvoll: über 7.000 Höhenmeter, wechselhaftes Wetter in den oberen Sektionen und ein rutschiger Untergrund nach dem Regen vom Vortag.

Bei den Frauen sicherte sich Luisa Ferreira aus Portugal den Sieg in einer Zeit, die viele Experten erst für das nächste Jahrzehnt erwartet hätten. Sie lief die zweite Hälfte der Strecke schneller als den ersten Teil. Negative Splits in einem 110er auf diesem Profil. Das ist keine Taktik, das ist eine andere Klasse.

Ebenfalls auf dem Radar: der Eiger Ultra Trail in der Schweiz, wo die 101E-Distanz am Samstag gestartet wurde. Die Startliste war stark besetzt, aber das Wetter in den Nordwandpassagen sorgte für mehrere DNFs im Spitzenfeld. Wer trotzdem ins Ziel kam, bewies mentale Stärke genauso wie konditionelle Reserven. Ergebnisse fließen aktuell noch über die ITRA-Datenbank ein.

Nordamerika: Ultra-Ergebnisse von der Westküste bis Vermont

In den USA stand das Leadville Trail 100 traditionell im Fokus des August-Wochenendes. Dieses Jahr war es nicht anders – obwohl der Kurs nach dem Waldbrand eine veränderte Streckenführung aufwies. Tyler Andrews lief erneut in einer Klasse für sich und sicherte sich den Sieg mit einem deutlichen Vorsprung auf den zweitplatzierten Läufer. Bemerkenswert war seine Tempokontrolle zwischen Meile 50 und 75, einem Abschnitt, der regelmäßig das Rennen entscheidet.

Bei den Frauen wurde die Geschichte des Wochenendes von Mariya Dalgleish geschrieben. Die Kanadierin war bis Meile 80 auf Kurs für einen neuen Streckenrekord, bevor ein kurzer Einbruch in Hope Pass sie die Zeit kostete. Sie rettete trotzdem einen souveränen Sieg. Ihre Splits sind bereits auf RacePace verfügbar. Danke, ITRA-Partnerschaft.

Auf der Ostseite der USA lief gleichzeitig der Vermont 100. Ein Rennen, das weniger Glamour hat, aber in der Community tief verwurzelt ist. Joel Gagnon setzte sich nach einem langen Kopf-an-Kopf-Duell durch und überquerte die Ziellinie kurz nach Sonnenaufgang. Der Vermont 100 belohnt Erfahrung. Das hat er auch diesmal wieder bewiesen.

Asien und Ozeanien: Leistungen, die du auf dem Schirm haben solltest

Der UTMB-Satellit in Japan, der Ibuki Ultra Trail, zog dieses Wochenende eine bemerkenswert starke regionale Startliste an. Japanische Trailrunner performen auf heimischem Boden oft auf einem Level, das internationale Medien schlicht ignorieren. Haruki Naito gewann die lange Distanz mit einer Zeit, die ihn klar in die Top-Diskussion für asiatische Trailrunner 2024 bringt.

In Australien fand der Buffalo Stampede Skyrun im Bundesstaat Victoria statt. Das Rennen gehört zur Skyrunner-Serie und ist eines der technisch anspruchsvollsten im pazifischen Raum. Georgia Tindall dominierte das Frauenfeld und läuft in einer Form, die international aufhorchen lassen sollte. Ihre Splits auf dem Featherfall-Abschnitt waren auf Rekordkurs.

Was diese Ergebnisse gemeinsam haben: Sie tauchen kaum in generalistischen Sportmedien auf. Genau deshalb wird das ITRA-Ökosystem in Kombination mit Tools wie RacePace relevanter. Du bekommst nicht mehr nur, was der Algorithmus großer Medienmarken dir zeigt. Du bekommst, was wirklich passiert ist.

Community-Momente und Geschichten abseits des Podiums

Trail- und Ultrarunning lebt nicht nur von den Siegern. Beim Grossglockner Ultra-Trail wurde Andreas Maurer, ein 58-jähriger Lehrer aus Graz, nach fast 30 Stunden auf der Strecke mit stehenden Ovationen empfangen. Er hatte das Rennen dreimal abgebrochen, in diesem Jahr kam er ins Ziel. Solche Geschichten passieren jedes Wochenende. Meistens erwähnt sie niemand.

Beim Leadville 100 bildete sich in den sozialen Medien eine spontane Welle der Unterstützung für Carmen Reyes, eine Läuferin aus Mexiko, die trotz eines gestürzten Pacers in Meile 60 weiterlief und das Rennen in ihrer persönlichen Bestzeit abschloss. Ihre Geschichte verbreitete sich schnell in der Community. Zu Recht.

Diese Momente sind kein Beiwerk. Sie sind der Kern dessen, warum Menschen diesen Sport verfolgen und selbst laufen. Das Podium zeigt dir die Spitze. Die Community zeigt dir, worum es wirklich geht. Nächstes Wochenende gibt es wieder neue Ergebnisse, neue Geschichten und neue Rekorde zu verfolgen. Bleib dran.