Nutrition

Rote-Bete-Saft und Blutdruck: die Studie, die endlich den Mechanismus erklärt

Eine Studie der Universität Exeter vom Mai 2026 zeigt, dass Rote-Bete-Saft den Blutdruck bei älteren Erwachsenen durch Veränderung des oralen Mikrobioms senkt.

Rote-Bete-Saft senkt den Blutdruck — aber nur bei manchen Menschen

Rote-Bete-Saft taucht immer wieder in Studien zum Blutdruck auf. Eine Frage blieb aber unbeantwortet: Warum wirkt er bei manchen Menschen und bei anderen nicht?

Ein Team der Universität Exeter hat das jetzt beantwortet. Ihre Studie, veröffentlicht im Mai 2026 in Free Radical Biology and Medicine, zeigt: Der Mechanismus läuft über die Bakterien im Mund — und das Alter bestimmt, ob er funktioniert.

Von Nitrat zu Stickstoffmonoxid

Rote Bete ist reich an Nahrungsnitrat. Mundmikrobiom-Bakterien wandeln Nitrat in Nitrit um, das dann im Blut zu Stickstoffmonoxid (NO) wird. NO entspannt Blutgefäßwände und verbessert die Durchblutung. Mit dem Alter nimmt die NO-Produktion natürlicherweise ab.

Die Studienergebnisse

Bei älteren Erwachsenen: Blutdruck sank signifikant. Bei unter 30-Jährigen: kein Effekt. Speichelproben zeigten, dass der Saft das orale Mikrobiom der älteren Teilnehmer verändert hatte — Neisseria nahm zu, Prevotella nahm ab.

Praktisches Fazit

Wenn du über 50 bist und dein Blutdruck etwas erhöht ist, könnten zwei Gläser Rote-Bete-Saft täglich für zwei Wochen einen messbaren Effekt haben. Für jüngere gesunde Erwachsene ist der Nutzen wahrscheinlich minimal. Rote-Bete-Saft ersetzt keine Blutdruckmedikamente.

Quelle: Universität Exeter, Mai 2026