Amerikaner geben 2026 60 Milliarden Dollar für Fitness aus
Die gesamten US-amerikanischen Fitness-Ausgaben werden 2026 voraussichtlich 60 Milliarden Dollar erreichen. Diese Zahl. basierend auf Prognosen von IHRSA und Global Wellness Institute. umfasst Mitgliedschaften, Personal Training, digitale Abonnements, Fitness-Bekleidung und Equipment. Ein Meilenstein, der bestätigt: Fitness ist längst kein Luxus mehr, sondern fester Bestandteil der Gesundheitsausgaben.
Aufschlüsselung nach Kategorien
- Mitgliedschaften: 38,7 Milliarden Dollar — die größte Kategorie, getrieben durch Mitgliederwachstum und die Expansion von HVLP-Ketten
- Personal Training: 15,6 Milliarden Dollar — jährliches Wachstum von 4,2 %, unterstützt durch digitale Integration
- Digitale Fitness-Abonnements: 4,2 Milliarden Dollar — das am schnellsten wachsende Segment (2019 noch nahezu inexistent)
- Home Equipment: 1,5 Milliarden Dollar — unter dem COVID-19-Höchststand, aber stabil über dem Vor-Pandemie-Niveau
Ein Wandel in der Wahrnehmung
2019 bezeichneten 58 % der amerikanischen Erwachsenen ihre Fitness-Ausgaben als „notwendig". 2026 sind es bereits 71 %. Dieser Wandel wird vor allem auf die gesellschaftliche Normalisierung psychischer Gesundheit zurückgeführt: Sport gilt nicht mehr als Option zur Gewichtsabnahme, sondern als Notwendigkeit für die mentale Balance.
Das hat direkte Auswirkungen auf die Widerstandsfähigkeit von Fitness-Ausgaben in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Mitglieder streichen ihr Budget seltener, wenn sie ihre Mitgliedschaft als Gesundheitsausgabe und nicht als Luxus betrachten.
Mitgliedschaftsdurchdringung
23 % der US-amerikanischen Erwachsenen haben 2026 eine aktive Mitgliedschaft. Dieser Wert liegt leicht über den Vorjahren, bleibt aber weit unter dem theoretischen Potenzial. Organisches Marktwachstum hat also noch erheblichen Spielraum.
IHRSA-Prognosen sehen diesen Wert bis 2030 bei 26 %, getrieben durch die Expansion in kleinere Märkte und bessere Angebote im Budget- und Premium-Segment.
Was das für Betreiber bedeutet
60 Milliarden Dollar sind ein Referenzmarkt. Für Gym-Betreiber, Franchisenehmer und unabhängige Anbieter ist die Botschaft eindeutig: Der Markt ist nicht gesättigt. Die Nachfrage ist vorhanden. Die Frage ist nicht, ob Menschen trainieren wollen. sondern wie man sie erreicht und hält. Wer sein Angebot als erstattungsfähige Gesundheitsleistung positioniert, senkt zusätzlich die Hürde für neue Mitglieder.