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24 Hour Fitness: Its Founder Just Bought It Back 20 Years After Selling It

Mark Mastrov kauft 24 Hour Fitness zurück. Was sein Turnaround-Plan bedeutet und was Gym-Betreiber daraus lernen können.

A businessman in business casual attire stands confidently on a gym floor lit by warm golden afternoon light.

Der Mann, der 24 Hour Fitness erschuf, kauft sie zurück

Manche Storys klingen wie Drehbücher. Mark Mastrov baute 24 Hour Fitness aus einem einzigen Club zu einer Kette mit 420 Standorten auf, verkaufte das Unternehmen 2005 für rund 1,6 Milliarden Dollar und verschwand scheinbar von der Bildfläche. Jetzt, gut 20 Jahre später, ist er zurück. Gemeinsam mit LongRange Capital übernahm Mastrov die Kette im Januar 2026 und kehrt als Executive Chairman zurück.

Was ihn zurückzieht, ist kein nostalgischer Impuls. Die Ausgangssituation ist klar: 24 Hour Fitness steckt in einem strukturellen Tief, hat durch die Insolvenz während der Pandemie massiv an Substanz verloren und muss sich in einem Markt behaupten, der sich fundamental verändert hat. Mastrov kennt das Playbook für genau diese Situationen. Die Frage ist, ob es diesmal aufgeht.

Für Gym-Betreiber ist diese Transaktion mehr als eine Finanzschlagzeile. Sie ist ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn eine Kette ihre Positionierung verliert. Und was es braucht, um sie zurückzugewinnen.

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Von 420 auf 240 Standorte: Was mit 24 Hour Fitness passiert ist

Die Insolvenz 2020 war das Ergebnis vieler Faktoren, die sich über Jahre aufgebaut hatten. COVID war der Auslöser, aber nicht die eigentliche Ursache. 24 Hour Fitness hatte eine Identitätskrise. Die Kette war weder günstig genug, um mit Planet Fitness oder EōS zu konkurrieren, noch premium genug, um gegen Boutique-Studios wie Barry's, CorePower oder Orangetheory anzukommen.

Das Ergebnis: 130 Standorte wurden geschlossen. Die Kette schrumpfte auf rund 240 Locations. Die Gläubiger, darunter Monarch Alternative Capital, Sculptor Capital und Keyframe Capital Partners, übernahmen die Kontrolle und führten das Unternehmen durch die Restrukturierung. Operativ überlebte 24 Hour Fitness, strategisch blieb die große Frage offen: Wer soll das eigentlich sein?

Diese Frage ist im Fitnesssegment keine akademische Übung. Wer keine klare Antwort darauf hat, verliert Mitglieder nach oben und nach unten gleichzeitig. Genau das war das Kernproblem der Kette. Und genau deshalb ist die Rückkehr ihres Gründers so relevant.

Das Crunch-Playbook: Was Mastrov in 15 Jahren gelernt hat

Mastrov saß nicht untätig, während 24 Hour Fitness in Schwierigkeiten geriet. 2009 übernahm er Crunch Fitness, damals eine überschaubare Boutique-Kette aus New York mit einem Handvoll Standorten und einem quirligen Markenimage. Was er daraus machte, ist eines der bemerkenswertesten Franchise-Wachstumsprojekte im US-Fitnessmarkt der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Bis zum Verkauf im Jahr 2025 war Crunch auf über 550 Standorte gewachsen. Der entscheidende Unterschied zur klassischen Corporate-Rollout-Strategie: Mastrov setzte konsequent auf Franchise-Expansion. Das senkt den Kapitalbedarf pro Standort, skaliert schneller und verlagert das operative Risiko zu Lizenznehmern, die ein echtes unternehmerisches Interesse an ihrem Club haben.

Dieses Modell hat konkrete Implikationen für das, was bei 24 Hour Fitness wahrscheinlich folgt. Mastrov hat öffentlich angekündigt, die Marke neu zu erfinden und das Wachstum zu beschleunigen. Franchise dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen. Hinzu kommt ein weiteres Element aus seinem Portfolio: Mastrov hat in der Vergangenheit NFL-gebrandete Gym-Konzepte entwickelt. Ob diese Idee bei 24 Hour Fitness eine Rolle spielen wird, ist offen. Aber sie zeigt, wie er über Differenzierung nachdenkt.

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Der Mid-Market ist kein bequemer Platz mehr

Der breitere Kontext macht deutlich, warum die Aufgabe so schwierig ist. Das mittlere Preissegment im Fitnessmarkt steht unter Druck von beiden Seiten gleichzeitig. Budget-Ketten wie Planet Fitness oder EōS bieten Mitgliedschaften für 10 bis 25 Dollar im Monat und haben damit eine enorme Anziehungskraft auf preissensible Konsumenten. Sie skalieren aggressiv und investieren in moderne Flächen.

Am anderen Ende des Spektrums boomen Boutique-Studios. Barry's, CorePower Yoga, Orangetheory. Mitgliedschaften kosten dort 100 bis 300 Dollar pro Monat. Der Unterschied zum klassischen Gym: Das Produkt ist erlebnisorientiert, communitygetrieben und klar auf eine Zielgruppe ausgerichtet. Wer dorthin geht, zahlt nicht für Geräte. Er zahlt für ein Gefühl.

Was bleibt dem Mid-Market-Anbieter? Theoretisch eine riesige Mitte. Praktisch eine Mitte, die immer weniger bereit ist, für ein undifferenziertes Angebot einen mittleren Preis zu zahlen. Ketten ohne klares Profil verlieren nach oben und nach unten gleichzeitig. Das war das strukturelle Problem von 24 Hour Fitness. Es ist auch das, was Mastrov lösen muss.

Für Gym-Betreiber, die eine ähnliche Positionierung haben, ist das eine ernste Warnung. Wer weder das günstigste noch das intensivste Erlebnis bietet, braucht eine andere Antwort auf die Frage, warum jemand zu ihm kommen soll. Community, Fläche, Trainingsvielfalt, Standortqualität. Diese Faktoren können den Unterschied machen, aber nur, wenn sie konsequent kommuniziert und gelebt werden.

Was Gym-Betreiber aus dieser Geschichte mitnehmen können

Die Rückkehr von Mark Mastrov zu 24 Hour Fitness ist kein Zufall. Er kennt die Marke, er kennt den Markt, und er hat bewiesen, dass er aus einer stagnierenden Kette ein skalierbares Wachstumssystem bauen kann. Das Crunch-Beispiel zeigt: Franchise, richtig umgesetzt, ist kein Kompromiss. Es ist ein Modell.

Für Betreiber kleinerer oder mittelgroßer Gym-Konzepte lautet die wichtigste Lektion: Positionierung ist keine Marketingfrage, sie ist eine Überlebensfrage. Ketten, die kein klares Preissegment und kein klares Erlebnisversprechen haben, werden in einem bifurkierenden Markt zerrieben. Das gilt für große Ketten. Es gilt genauso für den Einzelbetrieb oder die regionale Gruppe.

Ob Mastrov 24 Hour Fitness tatsächlich zurück in die Erfolgsspur bringt, werden die nächsten drei bis fünf Jahre zeigen. Die strukturellen Herausforderungen sind real. Aber die Person, die diese Marke einmal groß gemacht hat, sitzt jetzt wieder am Steuer. Und sie hat in der Zwischenzeit noch einmal gelernt, wie man eine Fitnesskette von Null an neu denkt.